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Letzte Schlagzeilen Grosse Broetchen backen - Tuesday, Nov. 14, 2006 Sport Wat? Ich?? Redaktionsanschrift humbi@diaryland.com Die Randnotitz Anscheinend liest niemand meine Randnotizen. Oder irre ich mich? Meine Diaryrings
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FAZ propagiert Sozialdarwinismus im Bildungswesen - Buchmesse-Vorberichterstattung goes Klimbim Monday, Oct. 02, 2006 - 09:05 Befinde mich - wie vermutlich die gesamte Branche (es ist ein Unding, auf morgen einen gesetzlichen Feiertag zu legen!) - derzeit in den letzten Zügen meiner Buchmessenvorbereitung. Dazu gehört auch, sich so langsam mal einzulesen. Was schreiben die Kollegen den so im Vorfeld der Messe, wie ist die Stimmung in diesem Jahr usw.? Und was lese ich da bei der FAZ? "Der Schulbuchmarkt würde sich schlagartig beleben, müßten Eltern wieder selbst Bücher für ihre Kinder kaufen, statt alte Bücher vom Staat geliehen zu bekommen. Erstens hätten alle Schüler neue Bücher. Zweitens würde auf diese Art gerade Kindern aus bildungsschwachen Bevölkerungsschichten die Möglichkeit eröffnet, sich eine erste kleine Bibliothek anzulegen und den Umgang mit eigenen Büchern zu erlernen." (Quelle) Klar, und drittens hätten viele Eltern auch nicht mehr das Geld um ihre Bälger durchzufüttern, wodurch das Schulsystem längerfristig stark entlastet würde (die einzig logische Reaktion auf den Lehrermangel ist ja wohl Schülermangel, oder?). Viertens würde der Altpapierberg höher, wenn die ganzen ollen Bücher aus Staatsbesitz plötzlich obsolet würden. Die könnte man doch den Obdachlosen schenken, damit die sich im kommenden Winter auch mal ein Feuerchen machen können. Was verbrennen wir den heute? Analysis II oder Brehms Tierleben, Band G-K? Und fünftens ist das, liebe FAZ, der Gipfel der Ignoranz und der größte Quatsch, den ich seit langem gelesen habe! Wie kann man nur so ... blind sein? Ich habe lange Jahre (und derzeit wieder als Urlaubsvertretung) in einem Nachhilfeinstitut gearbeitet, in welchem insbesondere und mit voller Absicht vermehrt Kinder aus "bildungsschwachen Bevölkerungsschichten" unterrichtet werden. Dass die kein Geld für Schulbücher übrig haben, versteht sich doch wohl von selbst - die können zumeist schon froh sein, wenn sie daheim jemanden haben, der mit ihnen deutsch spricht. Die stecken das bisschen Geld, was ihnen für die Schulprobleme ihrer Kinder übrig bleibt, lieber (und zu Recht) in Nachhilfeangebote als in Bücher, die sie sich auch leihen könnten. Und in der Nachhilfe werden die Kinder dann zumindest für einen gewissen Zeitraum betreut. Was zuhause nicht immer der Fall ist. Aber nein, die FAZ findet, dass auch diese Mitbürger den Herren Klett und Cornelsen doch bitte mal den Gefallen tun sollten, sich die Bücher fürs nächste Schuljahr alle selbst zu kaufen. Mhm. Der Autor dieses Textes hat bestimmt keine Kinder, sonst wüsste er, was sowas kostet. Und in welche finanziellen Schwierigkeiten neue Schulbücher auch "bildungsstärkere Bevölkerungsschichten" alljährlich bringen können. Aber Hauptsache, der Schulbuchmarkt belebt sich wieder... Möönsch FAZ, das ist so arrogant und unreflektiert, da bekomme ich Ausschlag! "Dann hätten alle Kinder neue Bücher"?? Klar, denn Geld spielt ja keine Rolle. Wenn alle Afrikaner jetzt mal ein Schnitzel bekämen, hätten die heute auch keinen Hunger mehr. "eine erste kleine Bibliothek anzulegen und den Umgang mit Büchern zu erlernen"? Aber sicher, so wird im Handumdrehen aus jedem Einwandererkind ein Bibliophiler, der seine Freizeit in späteren Jahren nicht mit illegalen Tätigkeiten sondern beim Antiquar seines Vertrauens verbringt - oder was? Mal ganz im Ernst, FAZ: War bei euch gerade Betriebsfeier? Oder hat der Autor was geraucht? Ihr seid keine schlechte Zeitung, daher schmerzt dieser Käse umso mehr. Tut euch selber einen Gefallen und stellt diese Scheisse ganz schnell offline. Aber ganz schnell!
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