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Letzte Schlagzeilen "Mittendrin" statt "nur dabei". Lucky me. - Friday, Apr. 13, 2007 Sport Wat? Ich?? Redaktionsanschrift humbi@diaryland.com Die Randnotitz Anscheinend liest niemand meine Randnotizen. Oder irre ich mich? Meine Diaryrings
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R.I.P. Paule (hoffentlich) Saturday, Mar. 31, 2007 - 12:11 Wenn ihr das hier lest, ist sie hoffentlich schon tot. Hier die Chronik meines als so arbeitsreich eingeplanten Samstags: 6:30 Uhr Seltsame Geräusche wecken mich aus unruhigem Schlaf. Es klingt, als trommle jemand ohne Takt- und Rhythmusgefühl auf einem umgedrehtem Plastikputzeimer herum. Ich höre einige Minuten in die Dunkelheit des Zimmers und frage mich, a) ob ich das alles nur träume und b) ob ich irgendwas im Zimmer stehen habe, das solche Geräusche verursacht. Nachdem ich beide Fragen sicher verneinen kann, stehe ich auf und mache das Licht an - sofort ist Stille. Ich gehe durch die gesamte Wohnung (was bei 36 qm zugegeben nicht allzu lange dauert) und suche alles ab, finde aber nichts, was mal einfach so rappeln könnte. Da es Samstag und wieder still ist, lege ich mich wieder hin. Und warte. 7:45 Uhr Es geht wieder los. Gleiches Geräusch, gleiche Situation. Ich liege im Bett und wundere mich. Schließlich greife ich zum Handy, um das Geräusch für die Nachwelt wenigstens mit der Kamera aufzuzeichnen. Die macht ein lautes Klickgeräusch, wenn ich sie einschalte - und sofort herrscht wieder Stille. Ich stehe umgehend auf und sehe gerade noch aus dem Augenwinkel, wie eine Maus hinter dem CD-Regal verschwindet. 7:55 Uhr Ich starte per SMS eine Notrufaktion um zu testen, wer im Nachbarkreise schon wach und als Jägergehilfe einsetzbar ist. 7:56 Uhr Mein Nachbar R. steht verschlafen vor meiner Tür und lacht sich schlapp. Gemeinsam, mit Wolldecken, Putzeimern und Zollstöcken bewaffnet, rücken wir dem unliebsamen Untermieter zu Fell. 8:30 Uhr Die Maus, ich nenne sie "Paule", scheißt auf unsere Fangversuche und amüsiert sich bestimmt königlich darüber, dass wir Tische, Schränke und das Bett hin und her schieben, wo sie doch läääängst schon wieder woanders ist. R. und ich geben's auf. 9:15 Uhr Frisch gewaschen stehen wir im Baumarkt (lang lebe R.s Auto) und suchen Mausefallen. 9:45 Uhr R. ist sauer, weil ich klassische Genickbruchfallen gekauft habe (von denen zwei Stück 0,89 Euro kosten) statt Lebendfallen aus schwarzem Plastik (von denen eine 4,95 Euro kostet). Er fährt mich aber trotzdem wieder heim, wohnt ja selber dort. 10:00 Uhr Im Hausflur treffen wir den Hausmeister, der sich a) schlapp lacht, weil ich 'ne Maus in der Wohnung habe, b) sauer ist, weil ich klassische Genickbruchfallen gekauft habe (von denen zwei Stück 0,89 Euro kosten) statt Lebendfallen aus schwarzem Plastik (von denen eine 4,95 Euro kostet). Um Paule noch eine Chance zu geben, will er im Keller eine Lebendfalle suchen und vorbei bringen. 10:15 Uhr Beim Versuch, die mit teurem Aldi-Gouda bestückten sechs Klappfallen im Zimmer aufzustellen, läuft Paule seelenruhig durch selbiges. Selbst mit der tatkräftigen Unterstützung R.s gelingt es abermals nicht, den Scheißer einzufangen. Langsam werde ich traumatisiert. Ich hab' nichts gegen Mäuse und lege es auch nicht darauf an, niedliche Tiere zu töten. Aber ich will nichts lebendes außer mir im Zimmer haben (Menschen ausgenommen). Wollte ich noch nie. Deshalb gibt's bei mir auch keine Blumen o.ä. Lebende Organismen sind so unkontrollierbar, das mag ich nicht. Ist wohl ein Gottkomplex oder so 'ne Marotte. 10:25 Uhr In meinem Zimmer stehen nun 5 Klapp- und eine große Lebendfalle, im Flur als Backup nochmal eine Klappfalle. Alle scharf, alle mit Gouda bestückt. "Jetzt müssen sie den Tag über die Wohnung verlassen, damit die Maus sich wolhfühlt und reingeht," meint der Hausmeister noch, und so langsam frage ich mich, wer hier eigentlich Miete zahlt. Ich brenne meine Daten auf CD und stiefele zur Uni, grummelnd und maulend und latent verzweifelt: Da ist ein Tier in meiner Wohnung und ich bin nicht da. Ich habe den A... voll Terminarbeit und darf nicht am heimischen Schreibtisch sitzen. Das geht so nicht! 10:45 Uhr Mein Backupplan scheitert am Samstag! Die Uni hat zu. Besser gesagt, haben die zum arbeiten geeigneten PC-Räume der nahegelegenen Johannes Gutenberg Uni Mainz heute geschlossen. Ich komme nicht rein. Ist nix mit Arbeit. 11:00 Uhr Ich sitze an einem Bibliothekscomputer der Universitätsbibliothek, um wenigstens meine Mails zu beantworten. Ich werde heute nicht arbeiten können, obwohl ich muss. Ich darf nicht zuhause sein, obwohl ich will. Ich kann meine Aufgaben des Tages nicht klären und erledigen, weil ich heimatlos bin. Und ich schlafe heute abend vielleicht in der Badewanne, falls Paule bis dahin nicht in eine der sieben Fallen marschiert ist. Und muss morgen ggf. wieder woanders verbringen und kann wieder nicht arbeiten. Das alles ist ein echtes, massives Problem! Wegen einer Maus. Nein nein, mir geht's blendend. Was heißt da "hasserfüllter Blick"? Ach was, das liegt nur am Pollenflug, der reizt meine Augen... *** Nachtrag, 15 Uhr Wollte nur mal kurz ins Zimmer schleichen, mir meinen Regenschirm schnappen und leise wieder verschwinden, da sah ich Paule schon von der Flurtür aus in der Falle liegen. Der Klappfalle (2 Stück 0,89 Cent - das war echt mal sinnvoll angelegtes Geld).
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