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Mail aus der Vergangenheit am spaeten Abend

Thursday, Oct. 26, 2006 - 21:26

Und noch ein Bruch des Schweigegelübdes aus aktuellem Anlass: einer soeben gelesenen Mail meines ehemaligen Arbeitgebers.

Zum Kontext: Seit mittlerweile knapp 4 Monaten warte ich darauf, dass dieser mir mein Arbeitszeugnis für die 2,5 in seinem Betrieb verbrachten Jahre schreibt und zukommen lässt. Erfahrungsgemäß lässt der sich bei derartigen Dingen immer viiiiieeeellll Zeit (siehe auch seine Arbeitsverträge, über die ich hier ja im Zuge meines Verlassens der Firma bereits geschrieben habe). Knapp vier Monate des Wartens also, seitdem er mir in unserem letzten Gespräch - auch bekannt als "Das Dicke Ende" - von sich aus zusicherte, mir im Falle eines Weggangs "ein gutes" Zeugnis schreiben zu wollen. Vier Monate gewartet seitdem, mehrmals per Mail nachgefragt. Nie eine Antwort erhalten.

Jetzt dies: "(...) wie ich das in der Vergangenheit mit anderen Mitarbeitern praktiziert habe, ist es sinnvoll wenn Du mir ein selbstverfasstes Zeugnis zukommen läßt. Das kannst Du inhaltlich so gestalten, wie es für Dich am tauglichsten erscheint. Und Du kannst Dich selbst so beschreiben, wie Du es für zielführend hältst.

Ich brauche also ein testimonial in eigener Sache, durchaus auch die ultimative "Lobhudelei", wenn´s dem Zweck dient. Und der Zweck, ist ein optimales Zeugnis für Deine zukünftigen beruflichen Pläne zu Verfügung zu haben. Frisch ans Werk."

Unfassbar. Un-fass-bar. Vier Monate, und dann überlegt er sich spontan, dass ich das ja auch selber schreiben könnte. Weil es ihm zu viel Arbeit ist.

Herrschaften, ich geh' zum Dachverband. Und lasse mir von denen den weltbesten Text ins Blatt diktieren, den es geben kann. Und den kann er dann meinetwegen sehr gerne unterschreiben. Ich sehe das als Chance. Als Blankoschein.

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