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Und der Wahnsinn geht weiter

Wednesday, Jul. 19, 2006 - 16:31

Ganz ehrlich, langsam glaube ich, das muss am Wetter liegen (hier hat es gerade satte 37 Grad, und der Aldi umme Ecke hat kein Wasser mehr - sowas aber auch).

Aber ernsthaft: Wenn "normale Menschen" auch nur einen Tag so arbeiten würden, wie diese Spezies es, so erweckt es zumindest den Eindruck, tut, dann wär' aber richtig Essig mit der gebeutelten deutschen Wirtschaft. Aber richtig Essig.

Es ist jetzt genau zwei einhalb Wochen her, dass sich mein berufliches Dasein grundlegend geändert hat. Zwei einhalb Wochen, seitdem ich beim Arbeitsamt war, um diesem selbiges mitzuteilen. Ich fand's ja schon lustig, dass die Damen und Herren satte fünf Tage brauchten, um mir die nötigen Unterlagen zur entsprechenden Meldung zuzusenden (die dann auch noch so unindividuell waren, dass ich sie auch locker vor den fünf Tagen schon hätte mitholen können - von theoretisch denkbaren, aber praktisch nicht vorhandenen Downloadmöglichkeiten will ich gar nicht erst anfangen...).
Nun hätte ich heute morgen tatsächlich mein Beratungsgespräch gehabt (wie gesagt, zwei einhalb Wochen nach Meldung), da rief mich knapp 30 Minuten vor Gesprächstermin der entsprechende Sachbearbeiter an. Er habe sich gerade zur Vorbereitung mal meine Unterlagen angesehen und dabei festgestellt, dass ich ja Hochschulabsolvent sei. Dann könne er mir nicht weiterhelfen. Da müsse ich nämlich zum "Hochschulteam", die seien in meinem Fall deutlich kompetenter. Schön, dass ihnen das so früh auffällt...
Das Ende vom Lied: Nach 12 Werktagen des Wartens auf einen Gesprächstermin wird meine Meldung jetzt intern an besagtes "Hochschulteam" weitergeleitet, das sich dann bei mir meldet (Rufen Sie uns nicht an, wir rufen Sie an.) und einen neuen Termin fürs erste Gespräch ausmachen wird. Bisher hat mich niemand angerufen.

Ohne mein Sparschwein wär' ich hier längst verhungert. Bis die mal kapieren, was Sache ist. Nee, nee, nee.

Da trifft es sich doch gut, dass die von mir derzeit massivst vorangeprügelte Freiberuflerschiene heute die ersten wirklich großen Früchte trägt: Zur kommenden Messe erscheint ein Buch von mir! Hip hip hurra! Ein mir aufgrund langjähriger freier Mitarbeit freundschaftlich gesonnener Verlag suchte händeringend einen Autor für ein Sachbuch zu einer Spontanidee seinerseits - und ich suchte Beschäftigung. Passt wie A... auf Eimer.

Falls also jemand von euch in diesem Jahr nach Frankfurt zur Buchmesse kommt: Ich signiere euch gerne was. *duck und weg*


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