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Thursday, Feb. 02, 2006 - 20:12

Heute mal wieder was kryptisches, ihr seid also gewarnt.

Ich finde es erstaunlich, wie wenig ich doch mitbekomme von dem, was so in der "fernen Heimat" abgeht. Dabei bin ich nun wirklich nicht gar zu selten da. Habe immerhin nach wie vor ein paar Freunde da oben, die sich dort in Kleinfamilien eingeigelt haben und dementsprechend auch erstmal nicht mehr wegziehen werden, und sowas besucht man dann ja doch noch ganz gerne. Und außerdem gibt's ja immer noch den eigenen familiären Anhang.

Aber dennoch geschieht es mit erstaunlicher Regelmäßigkeit, dass wichtige Ereignisse einfach nicht bis zu mir durchgestellt werden. Und ich rede jetzt nicht von Pillepalle wie dem sprichwörtlich umgefallenen Reissack, sondern massiven Einschnitten im Alltag der Daheimgebliebenen. Ich erinnere in dem Zusammenhang nur zu gerne an den Unfalltod von Tante L., von dem ich seinerzeit aus der Tagesschau erfuhr...

Aus den Augen, aus dem Sinn. (Ich, nicht sie.)

Ähnliches ist heute wieder passiert. Nein, kein Todesfall, aber durchaus gleich zweimal dramatisch-problematisches, was schon seit einiger Weile seinen tragischen Gang nahm und nach wie vor nimmt, ohne dass entsprechendes kommuniziert worden wäre. Und zwar im wirklich engsten Umfeld. Hätte mein Schwesterlein in einem Anfall von "Gut gemacht, mitgedacht" nicht sofort nach Infoerhalt zum Telefon gegriffen, säße ich jetzt noch immer hier und wüsste von nix.

Problem an der ganzen Sache ist meiner Ansicht nach die Eifel-Komponente: Bodenständige Leute, die bodenständige Dinge tun und für ein Hinterfragen, für Reflektion jedweder Art nur in äußersten Ausnahmefällen zu haben sind. Wenn überhaupt. Und die sich dann wundern, wenn das mal nicht so leicht funktioniert mit dem Einfach-schnell-wieder-aufstehen-und-weitermachen. Und worüber soll man denn reden, wenn man das Thema selbst nicht erkennt beziehungsweise nicht wahrnimmt. Es nicht erkennt, weil man es - ganz der bodenständige Eifler - nicht anerkennt. Als Kokolores abtut. Muss was anderes sein, weil das nu aber wirklich nicht. Nee. Das? Mir? Niemals.

Das Kommunikationsproblem ist nicht böse gemeint, das ist mir völlig klar. Sondern einfach ... da. So ist das, so sind die. Nicht weiter wild. Aber das bewusste Vorenthalten von Infos vor den engsten Vertrauten erinnert mitunter dann schon an Laientheater... Das soll jetzt nicht wütend klingen oder sowas. Ganz und gar nicht. Ich bin selbst erstaunt, wie kalt mich die Chose emotional doch lässt - muss an der Gewohnheit liegen. Aber... quasi daneben zu stehen und business as usual zu erleben, nur um dann Wochen später auf anderem Wege zu erfahren, dass das weitestgehendes Schautanzen war...

Naja.

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