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Letzte Schlagzeilen So laeuft das also - Friday, Aug. 11, 2006 Sport Wat? Ich?? Redaktionsanschrift humbi@diaryland.com Die Randnotitz Anscheinend liest niemand meine Randnotizen. Oder irre ich mich? Meine Diaryrings
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My back pages Friday, Sept. 06, 2002 - 00:03 Oha, heute ist es sehr schwierig. Das ist jetzt so in etwa der fünfte Anfang, den ich für diesen Eintrag schreibe. Ich habe momentan ein paar Tausend Sachen im Kopf, aber diese zu sortieren fällt erstaunlich schwer. Am besten fange ich einfach an zu reden, die Struktur kommt dann irgendwann hoffentlich von selbst. Da wären wir also. So fühlt sich das an. Sechsundzwanzig. Gleich nochmal sagen, vielleicht kommt es dann einfacher von der Zunge. Sechsundzwanzig. „Na, wie fühlt man sich so vor dem 30. Geburtstag?“ fragt mich vor ein paar Stunden ein alter Freund per ICQ. Man schreit und beisst und tritt wild um sich, habe ich geantwortet. Und in einem stark übertriebenen und metaphorischen Sinn trifft das auch zu. Auf mich zumindest. Sollten Geburtstage nicht was angenehmes sein? Warum bekomme ich dann jedes Mal den Melancholischen? Ich habe heute abend eine gute Stunde lang alleine auf unserer Feuertreppe gesessen und der Stadt zugesehen und –gehört. Und dabei über so einiges nachgedacht. Über das vergangene Jahr. Über die Veränderungen, die waren, und über den ganzen Wust an Veränderungen, der seit Monaten ansteht und darauf wartet, restlos zuschlagen zu dürfen. Und habe schräg gegenüber zwei Nachbarn beim Rummachen, als gäbe es kein Morgen mehr, erwischt... Aber das nur nebenbei. Ähem. Wenn man Kind ist, dienen Geburtstage der Erweiterung der persönlichen Spielsachensammlung, des Sortiments an Latzhosen und der Tatsache, dass man sich für einen Tag lang besonders behandeln lassen kann. Wenn der Rest der Welt das mitmacht. Je älter man wird, desto schwieriger wird die Situation. Nicht wegen dem Rest der Welt. Nicht wegen den Latzhosen oder sowas. Nein, wegen der Sache an sich. Man nennt das Erwachsen-Sein. Und meint damit, dass man seine Legokästen aufgibt zugunsten einer Freiheit, die anfangs doch nicht mehr ist, als eine vage Ahnung ihrer selbst. Man verlässt das angestammte Umfeld, zieht vom Acker – erst metaphorisch, dann körperlich – und das ist gut so. Man lernt, sich um sich selbst zu kümmern. Kein Auto-Memory auf dem Schulhof mehr, kein Night Rider vor dem Schlafen gehen und auch kein Warten auf den Führerschein, auf den Schulabschluss, whatever. Irgendwann sind alle Karten ausgegeben, nun spiel´ selbst damit. Das geht vielleicht nicht immer so, wie man es sich vorgestellt hatte. Der Teufel steckt im Detail und die Haken zeigen sich meist an Stellen, an denen man nie danach gesucht hätte. Und sie sind verflucht spitz. Aber auch das gehört zum Programm und die Kunst besteht darin, um die Haken herum zu leben. Wenn und so gut es eben geht. Älter werden bedeutet viel Verzicht und auch viel Verantwortung. Und das alles für ein wenig Freiraum, für ein wenig Freiheit. Für Einbauküchen, Duschvorhänge. Dafür, dass niemand mehr wissen will, ob man alt genug für den Film ist. Dass es niemand erfährt, wann, wo und mit wem man in`s Bett geht. Und dass es eigentlich auch niemanden interessiert. Das ist gut. Das ist sogar sehr gut. Freiheit ist genau mein Ding. Sechsundzwanzig. Freiheit hin oder her, bei dem Wort und seiner Bedeutung schaudert es mich trotzdem. Letztes Jahr ein Vierteljahrhundert, heute baue ich schon am nächsten. Dabei komme ich mir gar nicht so alt vor. Na gut, wenn man in der Mensa ständig für einen Uni-Mitarbeiter gehalten wird, sieht man wahrscheinlich schon so aus, als sei man alt genug dafür (was ich imho nicht bin). Aber innerlich, gaaaanz tief hinten, wo nie jemand abstaubt, will ich eigentlich nach wie vor nichts anderes, als mit meinen Legos spielen und dann Night Rider gucken. Ich fühle mich einfach längst nicht so alt. Wie auch immer sich sowas anfühlen soll. Dass man mich nicht falsch versteht: Älter werden ist cool, ist wichtig. Aber alt werden saugt! Und zwar gewaltig. Kennt jemand die Friends-Folge, in der Joey Dreissig wird? Ca, c`est moi. Ich bin jetzt sechsundzwanzig. Seit Mitternacht. Eine Bekannte hat mir letztens verkündet, ihren Neunundzwanzigsten noch feiern zu wollen und danach nie wieder eine Geburtstagsfete zu machen. Sie versuche so, das Alt werden zu ignorieren, vielleicht geht es dann von selber wieder. Aaaaalso. Noch einmal tief durchatmen. Noch einmal strecken und die Beine ausschütteln. Freundlich lächeln und dann aus voller Kehle: Happy Birthday to me, happy birthday to me. Ein letzter Schluck auf mein Wohl, das kann nie schaden. Aber nun gaaanz leise. Luft anhalten, nicht bewegen. Vielleicht geht das Alt werden ja vorbei, wenn es nichts von mir hört. Am besten unauffällig in`s Bett schleichen und einschlafen. Aber bloß nicht schnarchen!
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